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Steinkauz

Wiederansiedlungsprogramm Nördliches Harzvorland für den Steinkauz

Der Tiergarten Eisenberg unterstützt das Wiederansiedlungsprogramm Nördliches Harzvorland

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Die Redensart "Eulen nach Athen" tragen, steht symbolisch für nutzlose Handlungen, da der Steinkauz entsprechend den Belegen im alten Griechenland und im restlichen Mittelmeerraum ein zahlreicher Vogel war. Die derzeitige Bestandssituation, dieser auch bei uns in Deutschland heimischen Eulenart, macht es utopisch die Redensart in die Tat umzusetzen, denn diese nur etwa amselgroße, „Mini -  Eule“ ist in einigen Regionen unserer Republik bereits fast ausgestorben.

Als so genannter "Kulturfolger" bevölkerte der Steinkauz (Athene noctua) in Mitteleuropa erst nach der Waldrodung, die durch Landnutzung entstandene vielfältig strukturierte Kulturlandschaft. In den Ansiedelungen und Randbereichen fand er auf kurzrasigem Weidegrünland, an Feldwegen, in Gärten und Streuobstwiesen hervorragende  Nahrungshabitate.

Die Beuteliste ist umfangreich, denn der Steinkauz ist ein gewandter und flexibler Jäger. Auf Pfählen, Lesesteinhaufen oder Einzelbäumen ansitzend, fängt er meist Kleinsäuger. Aber auch zu Fuß werden im Laufschritt Insekten und Regenwürmer erbeutet.


Möglichkeiten zum Brüten gab es in Baumhöhlen der zahlreichen, alten Kopfweiden oder höhlenreichen Obstbäumen. Ein mäusereicher Wintereinstand fand sich schnell in einer Scheune oder einem Viehstall. So hatte noch vor drei bis fünf Jahrzehnten fast jedes Dorf ein bis zwei Steinkauzbrutpaare.

Heute sind die Steinkäuze in unserer, wie auch in vielen anderen Regionen Deutschlands vollkommen verschwunden. Die Gründe für den extremen Rückgang sind vielfältig, liegen jedoch in erster Linie an den gravierenden Veränderungen in der Landschaft während vergangener Jahrzehnte, hinzukommen tödliche Hindernisse wie der Straßenverkehr.

Seit 1995 werden im nördlichen Harzvorland, wo sich eine kleine  Steinkauzpopulation halten konnte, Bestandsstützende Maßnahmen umgesetzt.

Konzentrierten sich diese in den ersten Jahren auf Primärmaßnahmen, wie z.B. die extensive Lebensraumpflege und Installation zusätzlicher Niströhren,  kam nun seit 2001 die gezielte Wiederauswilderung , eigens für diesen Zweck nachgezüchteter junger Steinkäuze, zum tragen.

 Man möchte meinen, dass die Auswilderung bedrohter Tierarten eine Königsdisziplin im Bereich Artenschutz darstellt, das ist aber bei Leibe nicht der Fall. Denn meist nur in einem, der jeweiligen Lebensform entsprechenden Lebensraum, sowie einem wissenschaftlich gut vorbereiteten und nachhaltig dokumentierten Projekts, kann ein Auswilderungsprojekt erfolgreich verlaufen.

Weil das so ist, gibt es nur relativ wenige erfolgreich laufende Auswilderungsprojekte. Eckhard Kartheuser der zuständig für das Projekt – Steinkauz im nördlichen Harzvorland - ist, kann mit seiner langjährigen Arbeit nun erste konkrete Erfolge vorweisen. Im Jahre 2005 konnten endlich die erste freie Steinkauzbrut im nördlichen Harzvorland, welche von ausgewilderten Steinkäuzen stammte, konkret dokumentiert werden.

Die nächsten Jahre waren nicht weniger erfolgreich. So hat sich auch im zurückliegenden Jahr 2008 das inzwischen solide Steinkauzvorkomen im Raum Quedlinburg weiter stabilisiert. Dieses Gebiet verfügt nach wie vor über eine optimale Steinkauzbestandsdichte, welche sich in den letzten Jahren aufgebaut hat.

Nachweise sind praktisch zu jeder Stunde möglich!

Der Steinkauz kann hier nicht selten beobachtet werden, was zumindest für Sachsen – Anhalt durchaus bemerkenswert ist. Im Jahr 2008 wurden 40 Tiere ausgewildert

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